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Bunte Ostereier

Am Ostersonntag sind die vielen bunt gefärbten Ostereier nicht mehr wegzudenken. Doch was hat das Ei mit Ostern und der Auferstehung Christi zu tun?

Schon in antiken Gräbern der Sumerer und Ägypter hat man als Grabbeigaben rot gefärbte Eier gefunden. Die Farbe Rot soll an das Blut Jesu Christi erinnern, das er bei der Kreuzigung vergossen hat.

Warum gibt es aber heute bunte Ostereier?

Das strenge Fastengebot der Katholischen Kirche besagte, dass man in der Fastenzeit weder Fleisch noch Eier essen durfte. Daher wurden die Eier gekocht, um sie haltbar zu machen. Damit man aber die älteren von den jüngeren Eiern unterscheiden konnte, wurden sie unterschiedlich gefärbt. Somit hatte man am Ostersonntag bunte Eier zur traditionellen Osterjause.

So kannst du deine Ostereier färben:

Du kannst die Eier ca. 10 Minuten kochen und dann in das Färbebad lt. Anleitung auf dem Farbsackerl legen.

Wenn du die Ostereier mit natürlichen Farben färben möchtest, brauchst du:

  • Weiße Eier (gut gewaschen)
  • Kleine Blättchen oder Blüten (ganz besonders eigenen sich hier Schlüsselblumen, Veilchen, Huflattich, kleine Erdbeerblättchen, …)
  • (kaputte) Seidenstrumpfhose (in ausreichend große Stücke geschnitten)
  • Bindfaden

Lege nun auf das Ei z.B. ein Veilchen mit einem Blatt, stülpe dann ein Stück Seidenstrumpf über das Ei und binde den Strumpf auf der Rückseite mit dem Bindfaden fest ab.

Zum Färben eignen sich:

  • Zwiebelschalen (bräunlicher Farbton)
  • Rote Rüben (Rotton)
  • Kurkuma (Gelbton)

Für den Zwiebelschalensud die getrockneten Zwiebelschalen mit Wasser bedecken und ca. 20 Minuten kochen, dann abseihen. Dem Sud einen Esslöffel Essig hinzufügen und die Eier darin 10 Minuten kochen.

Nach der angegebenen Kochzeit schneidest du den Bindfaden auf und entfernst den Strumpf und die Blüte und das Blatt. Wenn die Eier ausgekühlt sind reibst du sie mit etwas Öl ein, damit sie einen schönen Glanz erhalten.

Du kannst dir ganz leicht eine Osterkerze für den Ostersonntag basteln. Dazu benötigst du:

  • Einen Kerzenrohling
  • Wasserfarben
  • Ein bisschen Geschirrspülmittel auf einem Teller
  • Verschiedene Pinsel

Bevor du mit dem Malen beginnst, überlege dir, was du auf deine Kerze malen möchtest. Ich habe mich für ein Kreuz mit einer Sonne entschieden. Für das Kreuz habe ich mir eine Schablone zugeschnitten und diese auf der Kerze mit Tixo befestigt.

Wenn du die gewünschte Farbe auf dem Pinsel hast, dann mischst du ein bisschen Spülmittel in deine Farbe und malst dann auf deine Kerze. Ich habe die Farbe ganz vorsichtig mit dem Fön getrocknet (bitte nicht zu heiß, denn sonst wird deine Kerze weich). Damit die Farben schön intensiv werden, male mehrere Male über die gleiche Stelle – dazwischen immer gut trocknen lassen.

Solange die Farbe noch feucht ist, kannst du, solltest du dich vermalt haben, mit einem Papiertaschentuch die Farbe noch einmal wegnehmen und neu malen.

Ich bin sicher, du wirst am Ende eine wunderschöne Kerze für den Ostertisch haben! Wenn du möchtest, schicke uns doch ein Foto deiner Kerze an kroetzer@pfarre-weinhaus.at. Wir freuen uns darüber!

Für das kleine Osternestchen benötigst du:

  • Eine kleine Baumscheibe
  • Nägel (eine ungerade Zahl, je nachdem wie groß der Durchmesser deiner Baumscheibe ist – ich habe 7 benötigt)
  • Feine Birkenästchen

Klopfe eine ungerade Anzahl etwas längerer Nägel in deine Baumscheibe – mache das bitte nur unter Aufsicht eines Erwachsenen. Nun beginnst du die Birkenästchen um die Nägel zu winden (immer einmal vor dem Nagel, dann hinter dem Nagel). Wenn dein Ästchen zu Ende ist, beginnst du an der gleichen Stelle mit einem neuen. Das machst du so lange, bis du am Ende der Nägel angekommen bist. Das Ende des Astes steckst du gut in das Geflochtene.

Am Gründonnerstag erinnern wir uns besonders an das Abendmahl, das Jesu mit seinen Jüngern gefeiert hat. Jesus teilte Brot und Wein und er bat seine Jünger, dies auch weiterhin in seinem Andenken zu tun. Bei jeder Eucharistiefeier (=Messfeier) erinnern wir uns daran.

Unsere Mitmenschen jüdischen Glaubens feiern das Pessachfest und erinnern sich an die Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft (Ex 12).

Aber warum heißt dieser Tag „Gründonnerstag“?

„Grün“ leitet sich wahrscheinlich vom Wort „greinen“  - weinen ab. Früher wurden am Gründonnerstag die Greinenden (die Weinenden), die am Aschermittwoch öffentliche Buße getan hatten, wieder in die Gottesdienstgemeinschaft aufgenommen.

Es gibt für diesen Tag auch die lange Tradition, grüne Speisen zu essen.

Sie können nun am Gründonnerstag zusammen die abendliche Feier vorbereiten. Dazu können Sie z.B. einen kleinen Pessachteller (hier passen Sie die Mengen an ihre Personenanzahl an, es soll nur so viel sein, dass alle probieren können) herrichten:

  • Mazzen-Brot (ungesäuertes Fladenbrot). Eine Anleitug finden Sie z.B. hier: http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/brot_backen/brotbacken/matzen.htm
  • Verschiedene Kräuter (Kresse, Petersilie, Schnittlauch)Als Bitterkraut können Sie z.B. Chicoree verwenden
  • Fruchtmus aus Äpfeln mit Zimt und Rosinen, Nüssen usw.)
  • Schälchen mit Salzwasser
  • Hartgekochtes Ei
  • Roter Wein bzw. Traubensaft

Decken Sie gemeinsam den Tisch festlich mit Blumenschmuck und Kerze. Stellen Sie in die Mitte den Pessachteller, das Schälchen mit Salzwasser und eine Karaffe mit Rotwein bzw. rotem Traubensaft.

Versammeln Sie sich zuerst an einem anderen Ort, z.B. um den Couchtisch, auf dem eine Schüssel und eine Karaffe mit Wasser steht und ein Handtuch bereit liegt.

Beginnen Sie die Feier mit dem Kreuzzeichen. Als Lied schlagen wir Ihnen „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ vor.

„Heute feiern wir Gründonnerstag. Wir wollen zusammen die Geschichte aus der Bibel hören, gemeinsam die Pessachspeisen probieren, singen und beten.

Jesus hat mit seinen Freunden zusammen ein Festmahl gefeiert. Er wusste schon, dass er von einem seiner Freunde verraten wird und er dann verurteilt und ans Kreuz geschlagen wird. Doch bevor sich Jesus mit seinen Jünger zu Tisch begeben hat, hat er ihnen die Füße gewaschen. Dies ist ein Zeichen des Dienstes am Nächsten. Früher wurde am Boden sitzend gegessen. Bevor wir uns im Gedenken daran nun einander die Hände waschen. Lesen wir den Text aus dem Evangelium.“

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 13,1-15, gekürzt und adaptiert, auch ohne Klammern lesbar für Jüngere)

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung.

(Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskáriot, schon ins Herz gegeben, Jesus auszuliefern.)

Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch.

Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen(, mit dem er umgürtet war.)

(Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen?

Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen.

Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.

Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.

Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.

Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.)

Als Jesus den Jüngern die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?

Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.

Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.

Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

(Mutter oder Vater waschen nun allen Anwesenden nacheinander und in großer Ruhe die Hände. Im Anschluss wechseln Sie an den vorbereiteten Esstisch und entzünden die Kerze)

„Wir haben hier in unserer Mitte verschiedene Speisen, die an das Pessachmahl erinnern. Wir wollen sie nun probieren und uns Gedanken darüber machen:

  • Das Salzwasser erinnert an die Tränen, die das jüdische Volk in der Knechtschaft in Ägypten vergossen hat (überlegen: Weißt Du wie Tränen schmecken?)
  • Das grüne Kraut ist Zeichen des Lebens auf der Erde und Sinnbild für die Nahrung, die wir zum Leben brauchen (Die Kräuter sind würzig).
  • Die Bitterkräuter sollen Sinnbild für Situationen, die uns belasten, die uns traurig machen.
  • Das Fruchtmus mit seiner ziegelähnlichen Farbe erinnert an die Lehmziegel, die bei der Sklavenarbeit in Ägypten hergestellt wurden.
  • Das hartgekochte Ei ist der Zeichen der Trauer.
  • Die ungesäuerten Brote sind die Wegzehrung, die Jause und wenn wir es teilen, ist es ein Zeichen dafür, dass wir unser Leben teilen.
  • Der rote Wein bzw. Traubensaft spendet Lebensfreude. Die Farbe rot ist Zeichen für die Liebe, die Jesus uns in die Welt gebracht hat.

Als Abschluss beten wir zusammen ein Dankgebet oder das Vater unser.

Beenden Sie Ihre Feier mit dem Lied „Bleibet hier und wachet bei mir“ (Gotteslob 286, https://www.katholisch.de/video/16059-gotteslobvideo-gl-286-bleibet-hier-und-wachet-mit-mir) .

Der Gründonnerstag ist ein Tag mit vielen unterschiedlichen Aspekten. Am Gründonnerstag denken wir besonders an die Fußwaschung Jesu, das letzte Abendmahl und das Gebet Jesu im Garten Bethsemane.

Auch wenn der Tag das Wort „grün“ im Namen trägt, hat der Tag wahrscheinlich gar nichts mit der Farbe „grün“ zu tun, denn der Name kommt von dem mittelhochdeutschen Wort „greinen“, das „weinen“ bedeutet.

Dieser Tag leitet die drei heiligen Tage („Triduum“) ein und sollte deswegen besonders gefeiert werden.

Eine Möglichkeit ist neben den folgenden Links auch dieser Vorschlag: https://www.katholische-jugend.at/burgenland/wp-content/uploads/sites/5/2020/04/OsternFeiernImKleinen.pdf

https://www.netzwerk-gottesdienst.at/dl/KLMMJKJnkKlmJqx4kJK/netzwerk-gottesdienst_Gr_ndonnerstag_f_r_Familien_mit_Kindern_M.Prettenthaler_09042020.pdf

Richten Sie einen Tisch schön her, z.B. mit einem netten Tischtuch oder einem Deckerl, Blumen, einer Kerze, …

Liedvorschläge:

Gotteslob 146 Du rufst uns Herr an deinen Tisch https://www.katholisch.de/video/12599-gotteslobvideo-gl-146-du-rufst-uns-herr-an-deinen-tisch

Gotteslob 718 Wir feiern heut ein Fest

Gotteslob 474 Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot https://www.katholisch.de/video/15725-gotteslobvideo-gl-474-wenn-wir-das-leben-teilen-wie-das-taeglich-brot

 

Mit dem Kreuzzeichen wird gestartet.

 

Danach kann kurz darüber nachgedacht werden, wofür man in den letzten Wochen, die nicht immer einfach waren, um Vergebung bitten will. Vielleicht haben wir etwas getan, wofür wir uns bei Mitfeiernden entschuldigen können. Dann ist jetzt eine Möglichkeit, das zu tun. Denn vor jedem Fest bzw. jeder Feier, ist es gut, sich zu versöhnen. Das tun wir ja auch in der Messe mit dem Friedensgruß und heute denken wir besonders an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Freunden. Bevor das Abendmahl begann, wusch Jesus all den Jüngern die Füße. Zur Zeit Jesu wurde am Boden sitzend gegessen. Da durch das Tragen der Sandalen und die staubigen Wege, die Füße recht schnell schmutzig wurden, aber auch recht nah am Essen waren, wurden üblicherweise vor dem Mahl von einem Diener den Essenden die Füße gewaschen. Jesus lässt diesen Dienst jedoch nicht irgendjemanden machen, sondern er selbst ist sich nicht zu schade, diesen Dienst zu übernehmen. Jesus möchte uns damit ermutigen, nicht zu denken, dass wir besser als andere sind und „zu gut“ für bestimmte Aufgaben, sondern einander zu helfen, füreinander da zu sein, liebevoll miteinander umzugehen – egal, ob uns dies gerade gut gefällt oder uns Überwindung kostet.

In der Gründonnerstagsmesse werden normalerweise ausgewählten Personen die Füße gewaschen oder, um wirklich alle an dieser Erfahrung teilhaben zu lassen, z.B. bei uns der gesamten Pfarrgemeinde die Hände. Auch der Papst tut dies normalerweise – letztes Jahr wusch er z.B. 12 Häftlingen unterschiedlicher Religionen die Füße.

Wenn ihr wollt, könnt ihr diesen Dienst innerhalb der Familie nun auch tun. Dafür braucht ihr warmes Wasser in einem Krug, ein weiches Handtuch und eine Schüssel. (eventuell kann dafür auch ins Badezimmer „umgesiedelt“ werden).

 

Im Bibeltext erfahren wir, wie das Festmahl weitergeht (nach Mt 26; gekürzt und adaptiert):

Dann begaben sich Jesus und seine Jünger zu Tisch. Jesus wusste schon, dass ihn einer seiner Freunde verraten würde und dies das letzte Mal war, dass er mit seinen Aposteln das Pessachfest feiern würde.

Während des Festes nahm Jesus das Brot, dankte Gott dafür, dann brach Jesus das Brot, reichte es seinen den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib.

Dann nahm er den Kelch mit Wein, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus;das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

 

An das letzte Abendmahl denken wir in jeder Messe bei der Eucharistiefeier und hören fast genau die gleichen Worte.

 

Nach dem Abendmahl, ging Jesus mit ausgewählten Freunden in den Garten beten, denn auch für ihn war es nicht leicht, zu wissen, dass er sterben würde. Deswegen bat er Gott um Kraft für die kommende Zeit.

 

Nun ist die Zeit, darüber nachzudenken, wofür man bitten will, aber auch wofür man dankbar ist. Nach jeder Bitte und jedem Dank können alle mit „Herr, wir bitten dich“ oder „Herr, wir danken dir“ antworten.

 

Beispielbitten:

Lieber Gott, zurzeit ist alles anders. Wir können unsere Freunde und Großeltern nicht sehen und dürfen kaum hinaus, um auf alle anderen aufzupassen. Deswegen sind wir ganz viel zusammen und manchmal gehen wir uns auch sehr auf die Nerven.

Hilf uns, dass wir besonders gut in dieser nicht einfachen Zeit aufeinander Rücksicht nehmen und einander verzeihen können.

Herr, wir bitten dich

 

Lieber Gott, danke, dass wir alle noch gesund sind und zumindest hier gemeinsam feiern können. Wir haben auch manchmal mehr Zeit zum gemeinsamen Spielen, Lesen, Musizieren und Essen.

Herr, wir danken dir

 

Gemeinsam wollen wir nun das Vater Unser beten/singen.

 

Zum Abschluss kann z.B. Herr, mach uns stark (Gotteslob 552, https://www.katholisch.de/video/14218-gotteslobvideo-gl-552-herr-mach-uns-stark)  oder Bleibet hier und wachet mit mir (Gotteslob 286, https://www.katholisch.de/video/16059-gotteslobvideo-gl-286-bleibet-hier-und-wachet-mit-mir)

 

Abschließend kann auf dem gleichen Tisch auch im Sinne der Agape gemeinsam gegessen werden.

Heute ist ein Trauertag in der katholischen Kirche. Unsere Gedanken sind dem Leid und dem Tod Jesu gewidmet. Aus den Texten der Bibel wissen wir, dass Jesu Todesstunde die neunte Stunde war. Auf unserer Uhr ist das 15:00 Uhr.

Versammeln Sie sich wieder an Ihrem, für solche Feiern, bestimmten Ort. Die Jesuskerze steht in der Mitte. Außerdem benötigen Sie heute:

Beginnen Sie die Feier mit dem Kreuzzeichen. Entzünden Sie die Kerze als Zeichen dafür, dass Jesus in Ihrer Mitte ist. (Überlegen Sie zusammen, warum heute zu Beginn kein Lied gesungen wurde.)

Allmächtiger Gott,
heute gedenken wir an Jesu Tod.
Alle, die damals dabei waren, waren sehr traurig.
Doch Du zeigst uns immer wieder, dass wir Traurigkeit überwinden
und in Freude verwandeln können.
Denn Du bist immer bei uns.
Amen.

Überlegen Sie zusammen:

  • Warum haben wir heute zu Beginn nichts gesungen?

„Chara“ kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet klagen. Am Gründonnerstag zum Gloria verstummen die Glocken. Sie läuten erst wieder, wenn wir die Auferstehung Jesu feiern. Der heutige Tag wird in Stille gefeiert.

  • Warum haben wir keinen weiteren Tischschmuck heute?

Wir erinnern uns, dass am Ende der Gründonnerstagsfeier in der Kirche der Altar „entblößt“ wird, es wird alles weggeräumt. Nichts soll mehr ablenken.

  • Überlegen Sie sich, an wen Sie heute ganz besonders denken wollen –an liebe Verstorbene in Ihrer Familie vielleicht.

Lesen Sie nun die Passion. Sie können diese in verteilten Rollen lesen. Kleben Sie mit Ihrem Kind zu folgenden Stationen jeweils das passende Bild und den passenden Text.

  • Einzug in Jerusalem (Palmwedel und Palmesel)
  • Abendmahl (Kelch und Brot)
  • Gebet im Garten Gethsemane (betende Hände)
  • Kreuzigung (Kreuz mit Dornenkrone)
  • Ausblick auf Ostern (leeres Grab, Osterkerze)

Alternativ können Sie auch die Symbole um Ihre Jesuskerze legen. Sie finden diese kursiv geschrieben und in Klammern im Text.

Nun können Sie noch frei formulierte Fürbitten beten:

  • Für alle, die heute nicht mehr bei uns sind (die Namen nennen)
  • Für uns alle, dass wir gesund bleiben und uns in diesen Tagen helfen.
  • Für unser Land, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.
  • ...

Beenden Sie diese Feier mit dem Vater Unser und dem Lied „Seht das Zeichen, seht das Kreuz“ (S. 2, unten).

Feier zur Osternacht oder am Ostersonntag

 

Heute feiern wir Ostern, wahrscheinlich ganz anders als normal, doch die wichtige Osterbotschaft bleibt: Gott liebt uns, seine Liebe überwindet alles und er ist immer für uns da.

Richten Sie einen Ort, am besten, den, den Sie schon die letzten Tage verwendet haben, österlich her. Vielleicht haben Sie einen Osterstrauch, Palmkätzchen, eine selbst gebastelte Osterkerze oder eine andere Kerze, österliche Bilder, die Ihr Kind gezeichnet hat, …

 

Material:

  • 1 große Kerze (eventuell eine gebastelte Osterkerze)
  • Mehrere kleine Kerzen bzw. Teelichter
  • Lieder
  • Event. Speisen für anschließende Agape

 

Starten Sie mit einem Kreuzzeichen. Die Kerze ist noch nicht entzündet.

Danach können Sie ein Lied singen – z.B. Alleluja von Kurt Mikula https://www.youtube.com/watch?v=Ci0rujE0REM

 

Heute dürfen wir zum ersten Mal seit über 40 Tagen wieder Halleluja singen. Halleluja bedeutet übersetzt „Lobet Gott!“. Ostern ist ein ganz besonderer Zeitpunkt, Gott zu loben und ihm Danke zu sagen, denn er liebt uns, seine Liebe überwindet alle Schwierigkeiten, er schenkt uns Mut und ist immer für uns da.

Ostern ist das wichtigste Fest für uns Christen. Bei allen wichtigen Festen feiern wir mehrere Tage – z.B. auch zu Weihnachten, aber eben auch zu Ostern. Diese Feiern haben immer auch mit Mut und Licht zu tun.

Zu Weihnachten leuchten ganz viele Kerzen am Christbaum. Doch auch zu Ostern gibt es meistens ein Osterfeuer und von diesem Feuer ausgehend wird die Osterkerze entzündet und das Licht breitet sich aus.

Nachdem wir kein Feuer machen können, entzündet nun ein Elternteil die große Kerze.

Dazu singen wir: Du bist das Licht der Welt https://gemeinden.erzbistum-koeln.de/export/sites/gemeinden/st_cornelius_zum_goettlichen_erloeser/_galerien/html/Du_bist_das_Licht_der_Welt/Du_bist_das_Licht_der_Welt.pdf

 

Eine kleine Flamme kann so viel – so viel erhellen, wärmen, Mut geben, … In der Kirche sehen wir das daran, dass sich durch die Gemeinschaft das Licht immer weiter ausbreitet und die Welt ein großes Stück heller wird.

Auch Sie können nun die kleinen Kerzen bzw. Teelichter an der großen Kerze entzünden. Dabei kann darüber nachgedacht werden:

  • Was erhellt unser Leben?
  • Was gibt uns Wärme/Liebe/Mut?
  • Wie können wir Mut/Liebe/Wärme spenden?
  • An wen denken wir gerade besonders?

Licht gibt nicht nur Mut, Wärme und Helligkeit, sondern Kerzenschein ist auch sehr festlich. Auch dieser Tisch wurde nun noch festlicher.

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (gekürzt und adaptiert)

Nach dem Sabbat kamen Maria aus Mágdala und die andere Maria,
um nach dem Grab zu sehen.
Da geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.
(Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee.) Die Wächter fürchteten sich sehr und waren wie gelähmt.
Der Engel aber sagte zu den Frauen:Fürchtet euch nicht!
Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. (Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag!
Dann) geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen:
Jesus ist von den Toten auferstanden, er geht euch voraus nach Galiläa,
dort werdet ihr ihn sehen.
Sogleich verließen die Frauen das Grab voll großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.
Am Weg dorthin kam ihnen Jesus entgegen
und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu,
warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.
Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

 

Die Frauen waren mutlos, alles schien ohne Ausweg zu sein. Auch wir sind manchmal mutlos. Doch der Engel und Jesus gibt wieder neuen Mut. Auch wenn wir Jesus, Gott und Engel nicht sehen, dürfen wir uns sicher sein, dass Gott uns immer wieder neuen Mut gibt. Er sagt uns: Fürchte dich nicht! Auch wenn alles aus scheint, ist es nicht vorbei. In der Natur sehen wir das gerade jetzt ganz häufig. Die scheinbar „tote“ Natur, wächst wieder, aus einem kleinen Samenkorn wird neues Leben. Wir müssen keine Angst haben, wir dürfen Mut haben, dass es gut wird – gerade in Zeiten, wie jetzt, die nicht immer einfach sind.

Ein Zeichen dafür kann auch ein kleines eingesetztes Samenkorn sein. Zunächst sehen wir keine Veränderung, wenn wir es einsetzen, wir müssen den Mut und die Hoffnung haben, dass es klappt, aber auch uns um den Samen kümmern und dann sehen wir nach einiger Zeit, dass aus dem Samenkorn neues Leben entsteht. Wenn du ein Samenkorn hast, kannst du es später einsetzen und es auch ausprobieren.

Lied: Ich singe für die Mutigen http://www.liederbuch-lobpreis.at/hoerproben/ich%20singe%20fuer%20die%20mutigen.htm

Wir dürfen mutig sein und uns freuen – ganz besonders zu Ostern.

Mit dieser Zuversicht kann nun gemeinsam das Vater Unser gebetet oder gesungen werden und sich gegenseitig der Osterfrieden gewünscht werden (mögliche Grüße: Friede sei mit dir! Oder Jesus lebt! Oder Fürchte dich nicht! Habe Mut!)

Zum Abschluss bitten wir um Gottes Segen für uns, unsere Lieben und auch die Speisen, die gegessen werden:

 

Guter Gott!
Bitte segne uns und alle, die wir kennen.
Schenke uns Mut, wenn wir ihn verlieren.Gib uns Liebe, wenn wir lieblos miteinander umgehen.
Schenke uns Zuversicht, wenn wir die Hoffnung verlieren.
Denn deine Liebe ist stärker als alles.
Jesus lebt!
Wir danken dir für die Osterspeisen, die du uns geschenkt hast.
Wir bitten dich, segne auch sie.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Lied: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht (GL 450, https://www.taufe-texte.de/lieder-fuer-taufe-kanons.htm#Gottes-Wort )

 

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit. Sie soll für uns Christen eine Vorbereitungs- und Bußzeit sein. Die liturgische Farbe für die Fastenzeit ist lila. Darum werden in der Kirche auch alle Kreuze mit einem lilafarbenen Tuch verhängt.

Die Zahl 40 hat eine besondere Bedeutung: Mose fastete 40 Tage, um sich auf die Begegnung mit Gott vorzubereiten; der Prophet Elija ging 40 Tage durch die Wüste auf dem Weg zum Gottesberg Horeb, das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste auf der Suche nach dem Gelobten Land; Jesus ging 40 Tage in die Wüste, um zu fasten und den Versuchungen zu widerstehen. 

Somit ergibt sich für die Fastenzeit, so wie wir sie heute kennen, auch die Zahl 40. Gezählt werden nur die Wochentage - die Sonntage werden nicht mitgezählt. 

Das Wort "fasten" kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet soviel wie "verzichten". 

Aber was können wir alles fasten? Hier gibt es viele Möglichkeiten: keine Süßigkeiten essen, auf Fleisch verzichten, weniger am Handy oder der Spielkonsole spielen, weniger Fernsehen und vieles mehr.

Überlege Dir, auf was Du in der Fastenzeit verzichten möchtest. 

Hierbei geht es primär aber nicht darum, dass wir "nur" auf etwas verzichten, sondern wenn wir auf etwas verzichten, also fasten, haben wir mehr Zeit, um uns mit Gott und dem Leben Jesu zu befassen oder die Zeit unseren Mitmenschen zu widmen. Deswegen ist auch wichtig, dass wir beim Fasten nicht grantig sind, dauernd betonen, dass wir fasten oder uns an anderen, die etwas anderes fasten oder auch nicht, leid sehen. Wir wollen die Zeit gut nutzen, sie für Gutes verwenden.

Die Karwoche – auch stille Woche oder heilige Woche genannt – ist für uns Christen die wichtigste Woche im Kirchenjahr. „Kar“ ist abgeleitet vom althochdeutschen Wort „chara“ oder „kara“ und bedeutet so viel wie „klagen, trauern“. In dieser Woche, die mit dem Palmsonntag beginnt, feiern wir den Gründonnerstag und den Karfreitag. Sie endet mit der Osternacht und dem Ostersonntag – die Feste, an denen wir besonders stark an die Auferstehung Christi denken.

Palmsonntag

Der Palmsonntag ist der Beginn der Karwoche. Wir hören das erste Mal die Leidensgeschichte Jesu. Am Palmsonntag zieht Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein. Die Menschen in der Hauptstadt begrüßen und bejubeln ihn mit Zweigen in den Händen. Zur Erinnerung an dieses Fest segnet der Priester in der Palmprozession Palmbuschen, die die Leute mitbringen und damit Jesus ehren.

Ein einfacher Palmbuschen besteht aus Palmkätzchen, Buchsbaumzweigen und einer schönen Schleife. Wenn Du Deinen Buschen etwas üppiger gestalten möchtest, kannst Du ein schön bemaltes Ei auf einem Holzstecken befestigen und die Zweige drumherum binden oder Du bindest noch Osterglocken mit in den Strauß. Je nach Gegend werden die Palmzweige mit vielen bunten Bändchen und Brezeln behängt. 

 

Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen, www.kinder-regenbogen.at. In: Pfarrbriefservice.de.

Am Palmsonntag feiern wir in der katholischen Kirche den Einzug Jesu in Jerusalem. Noch heute erinnern wir uns daran, wenn wir vor der Messe die Palmkätzchen segnen und mit einem feierlichen Einzug in die Kirche tragen.

Doch heuer – im Jahr 2020 – ist alles anders. Die Gottesdienste finden nicht in großer Gemeinde statt. Umso wichtiger ist es, dass wir in der Familie trotzdem daran erinnern und gemeinsam eine kleine Feier begehen.

Wir möchten Ihnen eine kleine Ideenbörse für zuhause zur Verfügung stellen.

Suchen Sie für die familiären Feiern einen für Sie angenehmen Platz in der Wohnung aus: es kann z. B. der Esstisch sein. Legen Sie ein schönes Deckchen in die Mitte auf das Sie eine Kerze aufstellen.

Für den Palmsonntag benötigen Sie außerdem ein Körbchen mit grünen Zweigen (z.B. Buchsbaum), Palmkätzchen, einen Holzstab (hier können Sie einen kleinen Ast benutzen), bunte Bänder, Brezeln, Perlen, usw. (Hier können Sie kreativ sein, wie Sie ihren Palmbuschen gerne binden möchten), Blumendraht.

 

Zum Beginn entzünden Sie die Kerze.

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“

Liedvorschläge: Jesus zieht in Jerusalem ein (Gotteslob 821), Jesus geht in die Stadt hinein (Sepp Faist), Lauft zur Stadt ihr lieben Leute (Rolf Krenzner)

 

Freude und Leid liegen nahe beieinander. Das kennen wir alle. (Erinnern Sie sich mit Ihren Kindern an Situationen, wo es Ihnen so ergangen ist)

Als Jesus in Jerusalem einzieht, weiß er schon, dass er großes Leid ertragen muss, dass er am Karfreitag zum Tode verurteilt und ans Kreuz geschlagen wird.

Evangelium (Mt 21,1-11) leicht ergänzt bzw. adaptiert

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen [, das ist ein junger Esel,] bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir!

Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten [das sind Menschen, die eine ganz besondere Beziehung zu Gott haben] gesagt worden ist:

Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.

Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.

Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und Jesus setzte sich darauf.

Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. [Deswegen haben auch wir heute noch Palmbuschen.]

Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!

Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das?

Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

 

Die Menschen in Jerusalem haben für Jesus mit den Palmzweigen und ihren Kleidern einen Weg gelegt. Wir haben hier in unserer Mitte grüne Zweige, Palmkätzchen, die wir nun gemeinsam zusammenbinden und schmücken wollen.

(Bitte wählen Sie hier die passenden Passagen aus)

Der Holzstab, an dem wir die Zweige befestigen, erinnert an ein Zepter. Ein Zepter ist ein Zeichen für Könige, das ihre Macht zeigt. Jesus zieht als König in Jerusalem ein.

Unsere grünen Zweige erinnern an die Palmwedel, mit denen Jesus in Jerusalem begrüßt wurde. Außerdem sind sie Zeichen für das „ewige Leben“, denn sie sind immer grün.

Die Holzperlen könnten für die Tränen stehen, die vergossen wurden, denn die Leute in Jerusalem waren traurig darüber, was Jesus erleiden musste.

Die bunten Bänder haben eine Bedeutung durch ihre Farben: Lila – Trauer; Gelb und Orange – Auferstehung; Rot – Liebe, Blut, das Jesus für uns vergossen hat; Grün – Hoffnung, Leben und Zuversicht.

Unser Palmbuschen ist Zeichen von Jubel, Freude und Traurigkeit. Denn gerade heute am Palmsonntag liegen Freude und Leid nahe beieinander.

Am Palmsonntag dürfen wir auch schon einen Blick auf das Leiden Jesu werfen. Damit es uns leichter fällt, dürfen wir heute schon „durch das Schlüsselloch blicken“ und hören die Leidensgeschichte Jesu.

Sie können nun noch die Leidensgeschichte Jesu erzählen.

Wenn Sie mit kleineren Kindern schon nach dem Palmbuschenbinden enden möchten, können Sie zum Abschluss noch ein Vater Unser beten oder singen und beenden Sie Ihre Feier mit einem Lied (siehe Vorschläge zu Beginn) und dem Kreuzzeichen.

Schneide aus braunem oder grauem Tonpapier die Vorlage zweimal aus. Klebe die zwei Teile am oberen Rand mit etwas Uhustick zusammen. Achte dabei, dass der restliche Körper und die Beine nicht zusammengeklebt werden. Schneide nun aus grünem Tonpapier das Rechteck von der Bastelvorlage aus. Knicke die Ränder auf den beiden Längsseiten wie eingezeichnet um, so erhältst Du eine U-Form. Klebe nun die Beine des Esels außen an das grüne Tonpapier. Nun suchst Du Dir ein hübsches Stück Stoff, schneidest Dir ein Rechteck von ca. 4 x 8 cm aus und legst es über den Rücken des Esels. 

Bastelvorlage zum download

Nehmen Sie sich mit Ihren Kindern zusammen ein bisschen Zeit, da doch für alle eine sehr angespannte Situation ist, um mit einem kleinen (täglichen) Gebet am Abend den Tag ausklingen zu lassen.

Versammeln Sie sich um einen Tisch. Stellen Sie in die Mitte eine Kerze (diese können Sie natürlich vorher mit Ihren Kindern zusammen gestalten).

Beginnen Sie mit einem Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Eventuell wollen Sie auch ein Lied singen. Eine Möglichkeit ist z.B.: Meine Zeit steht in deinen Händen oder Meine Hoffnung und meine Freude

Anschließend können Sie ein Gebet sprechen, z.B.:

Geduld ist der Schlüssel zur Freude.
Mut ist der Schlüssel zum Erfolg.
Zufriedenheit ist der Schlüssel zum Glück.
Vergebung ist der Schlüssel zum Frieden.
Glauben ist der Schlüssel zum erfüllten Leben.

(Reinhold Ruthe, Gönne dir eine stille Zeit. 365 geistliche Impulse, St. Benno Verlag)

Wenn Sie eine Bibelstelle auch in das Gebet nehmen wollen, wäre z.B. diese möglich: Ex 16, 1-4 (gekürzt und adaptiert)

Die ganze Gemeinde der Israeliten brach von Elim auf und kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und dem Berg Sinai liegt. Es war der fünfzehnte Tag des zweiten Monats nach ihrem Auszug aus Ägypten. Die ganze Gemeinde der Israeliten murrte in der Wüste gegen Mose und Aaron. Die Israeliten sagten zu ihnen: Wären wir doch in Ägypten geblieben und dort durch die Hand des Herrn gestorben, als wir an den Fleischtöpfen saßen und genug zu essen hatten. Ihr habt uns nur deshalb in diese Wüste geführt, um alle, die hier versammelt sind, an Hunger sterben zu lassen. Da sprach der Herr zu Mose: Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Das Volk soll hinausgehen, um seinen täglichen Bedarf zu sammeln.

Danach ist es sinnvoll, ein kurzes Gespräch mit den Kindern zu führen. Es kann z.B. so aussehen:
Denke darüber nach: Wo bin ich unzufrieden – gerade jetzt, wo ich nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen kann?
(Auch Sie können Ihrem Kind mitteilen, was für Sie gerade schwer ist bzw. womit Sie unzufrieden sind.)

Wichtig ist aber auch ein positiver Abschluss: Auch, wenn wir über vieles unzufrieden sind, sind wir diejenigen, die zumindest an vielen Dingen etwas ändern können. Dabei ist es wichtig, auch immer das Schöne und Positive zu sehen. Deswegen wollen wir nun bevor wir das Vater Unser beten, mindestens drei Dinge finden, für die wir am heutigen Tag dankbar sein können oder mit denen wir zufrieden waren.

Zum Abschluss beten oder singen Sie gemeinsam das Vater Unser.

Der Advent hilft uns, uns auf Weihnachten einzustimmen und die Vorfreude zu erleben, die Weihnachten noch spezieller macht. 
Dabei hilft es, dem Advent Aufmerksamkeit zu schenken, z.B. durch das tägliche oder auch nur wöchentliche Feiern desselben. 

Wir Christen haben im Laufe der Jahrzehnte wunderschöne Bräuche entwickelt:

 

Adventkalender

Jeden Tag ein Türchen zu öffnen, ein neues Bild oder ein neues Büchlein zu entdecken, ein Schokoladenstück oder ein Spielzeug zu bekommen, ist ein wichtiges Ritual, das bereits zum Feiern dazu gehört und zelebriert werden kann. Wird es immer gleich in der Früh aufgemacht? Oder erst am Nachmittag oder abends vor oder nach dem Adventfeiern? 

 

Adventkranz

Er ist ebenfalls ein unverzichtbarer Bestandteil des Adventfeierns. Auch, wenn das Anzünden der Kerzen (es gibt auch ganz lange Zünder, damit bereits Kleinkinder unter Aufsicht und mit Hilfestellung anzünden können) natürlich beeindruckender ist in der Dämmerung bzw. der Dunkelheit, ist der Adventkranz auch untertags etwas ganz Besonderes.   

Doch was kann nun, neben einem Adventkranz oder vier Kerzen, die nach und nach entzündet werden, zum Feiern dazu gehören?

Lieder

Zum einen können Lieder auf Weihnachten einstimmen.  Ob man sie selbst singen kann, mit Instrumenten dazu spielt oder sich Unterstützung durch CDs oder YouTube holt, ist dabei nebensächlich. Wichtig ist die Freude und der Spaß. 
Liedvorschläge: 

- Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht
- Wir sagen euch an den lieben Advent
- Lasst uns froh und munter sein 
- In der Weihnachtsbäckerei 
- Ihr Kinderlein kommet 
- Leise rieselt der Schnee  

Geschichten 

Zum anderen gibt es viele auf Weihnachten einstimmende Geschichten speziell für Kinder und Jugendliche, die aber auch für Erwachsene ihren Anreiz haben. Manchmal spannt sich eine Geschichte  über 24 Kapitel hin zu Weihnachten,  andere Male gibt es  verschieden lange Kurzgeschichten, die je nach Lust und Laune täglich ausgewählt werden können oder auch einzelne Bilderbücher Sowohl in der Buchhandlung, als auch im Internet ist eine große Auswahl vorhanden - zum Vorlesen, anhören, mitspielen,...

- Cornelia Funke: Hinter verzauberten Fenstern 
- Astrid Lindgren: Weihnachten im Stall
- Charles Dickens: Eine Weihnachtsgeschichte
- Jostein Gaarder: Das Weihnachtsgeheimnis 
-...

Basteln

Auch Basteln kann ein Stück des Feierns sein, ob Fensterbilder, Weihnachtsdekoration für das Zimmer, den Adventkranz, Weihnachtskarten oder ein hübsch verzierter Wunschzettel. Jede Bastelei kann, wenn sie nicht in Stress ausartet, auf Weihnachten einstimmen. Manche Weihnachtsbücher bieten auch Ideen zum Basteln, die direkt zum Verlauf der Geschichte passen.

Backen

Kekse zu backen ist ebenfalls in vielen Familien ein nicht wegzudenkender Aspekt der Vorbereitung auf Weihnachten. Je nach Zeit, Lust und Talent kann mit dem Machen des Teiges angefangen werden oder ein vorgefertiger Teig verwendet werden oder die Konzentration am Verzieren liegen 

 

Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, um im Schein der Kerzen am Adventskranz, ein Lied zu singen, eine kurze Geschichte vorzulesen, ein Glas Punsch zu trinken.

Zum Fest der Hl. Barbara am 04. Dezember ist es Brauch, Kirschzweige in eine Vase zu stellen, damit sie an Weihnachten blühen. Doch was haben die Kirschzweige mit der Hl. Barbara zu tun?

Der Legende nach lebte im 3. oder frühen 4. Jahrhundert, zur Zeit der Chri- stenverfolgung, in Nikomedien (Türkei) als Tochter eines reichen, syrischen Purpurhändlers mit Namen Dioskur. Barbara war ein sehr hübsches Mädchen und wurde von ihrem Vater sehr geliebt. Er wollte seine Tochter vor allem Bösen auf der Welt bewahren und sperrte sie in einen Turm. Dort wurde Barbara von Gelehrten unterrichtet. Doch eines Tages überkam Barbara eine tiefe Einsamkeit und nachts, als sie den Sternenhimmel betrachtete, fragte sie sich, wer das alles gemacht hatte. Einer ihrer Gelehrten erzählte ihr dann von Gott, der Schöpfung und der Liebe. Daraufhin wollte Barbara immer mehr über den Glauben an den einen Gott wissen und sie wurde heimlich Christin. 

Barbara weigerte sich auch, den Mann, den ihr Vater für sie ausgesucht hatte, zu heiraten. Der Glaube an Jesus Christus sie ihr so wichtig, sagte sie, dass sie keinen Mann heiraten möchte. 

Barbara ließ sich dann heimlich taufen und als ihr Vater davon erfuhr, zerrte er sie vor Gericht. Sie wurde ins Gefängnis gesperrt und gefoltert. Doch Barbara ertrug alles tapfer. Als ihr Vater merkte, dass Barbara nicht von ihrem Glauben abzubringen war, nahm er selber das Schwert und tötete Barbara. Dies geschah am 04. Dezember 306.

Der Legende nach stellte eine Dienerin ans Grab von Barbara eine Vase mit kahlen Kirschzweigen. Die Dienerin staunte, als sie an Weihnachten das Grab besuchte und die Kirschzweige in voller Blüte standen.

 

Probier es aus, wenn Du die Kirschzweige richtig pflegst, dann blühen sie auch bei Dir zuhause am Heiligen Abend.

Es ist wichtig, dass du die Zweige jeden Tag in eine Wanne mit Wasser legst. Die Blütenknospe braucht Feuchtigkeit, damit sie aufblühen kann. 

Tausche jeden Tag das Wasser in deiner Vase aus. Am Besten nimmst du lauwarmes Wasser.

 

 

 

Warum verehren wir Christen im Monat Mai die Gottesmutter Maria? Das ist eine spannende Frage. Die Gottesmutter Maria wird als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und der Fruchtbarkeit gesehen. 

Das hast Du vielleicht schon selbst beobachtet: es ist doch sehr spannend, wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und die ersten kleinen Blümchen ihre Köpfe aus der Erde stecken. 

Maria Sie ist der Inbegriff des neuen Lebens, da sie den Messias, Jesus Christus, geboren hat, der den Tod besiegt und für alle das Leben in Fülle gebracht hat.

Wenn ihr zuhause ein Marienbild hängen oder sogar eine Marienfigur stehen habt, dann schmücke sie doch mit ein paar Blumen aus dem Garten oder von der Wiese. 

Wir Christen versammeln uns am Sonntag, am "Tag des Herrn", und an katholischen Feiertagen, um gemeinsam die Heilige Messe zu feiern. Bei jeder Messfeier können wir  Gott unsere Bitten und unseren Dank bringen. 

Die Messe gliedert sich in vier Teile

  • die Eröffnung
  • die Wortgottesdienst
  • die Mahlfeier oder Eucharistie  
  • die Entlassung. 

 

Wir hören Geschichten aus dem Leben Jesu, die in der Bibel aufgeschrieben sind. Damit wir diese Texte besser verstehen können, hält der Priester eine Predigt, in der er uns noch einmal erklärt, was uns die Texte sagen möchten. 

Vielleicht hast Du auch schon mal bemerkt, dass die Farbe der Stola oder das Priestergewand je nach Sonntag verschieden sind. An einem Sonntag im Jahreskreis trägt der Priester eine grüne Stola oder ein grünes Messgewand. Wenn wir uns auf ein großes Fest vorbereiten, wie Weihnachten oder Ostern, dann trägt der Priester im Advent oder in der Fastenzeit die Farbe Lila. Am Fest selber trägt er dann weiß. 

Zu ganz besonderen Festen, wie Palmsonntag, Karfreitag und Pfingsten zum Beispiel, trägt der Priester die Farbe rot. 

Bei Beerdigungen trägt der Priester eine schwarze Stola.